Die aktuelle Regierung verwaltet nur den Status Quo. FDP-Spitzenkandidat Sebastian Czaja will das ändern: Aus seiner Sicht braucht das Parlament eine Frischzellenkur. Im Interview mit der „Berliner Morgenpost“ machte Czaja deutlich, dass er für eine zukunftsfähige Stadt antrete.

Die Arbeit von Bürgermeister Michael Müller (SPD) sei schwer zu beurteilen, da der Sozialdemokrat ohne Innovationskraft die Belange der Stadt verwalte, monierte Czaja. „Deshalb braucht es im Parlament eine gewisse Dynamik, die wir als Liberale wieder zurückbringen. Das ist bitter notwendig, falls der Regierende Bürgermeister weiterhin Michael Müller heißen sollte.“

Berlin wachse jedes Jahr und diesen Anforderungen müsste auch die Infrastruktur gerecht werden, verdeutlichte der Freidemokrat. „Man darf ja nicht vergessen: Es wird ein Bezirk mehr sein in fünf Jahren. Deshalb muss diese Stadt richtig und gescheit gemanagt werden, braucht Innovationen und in der ein oder anderen Frage politischen Mut. Diese Menschen wollen wir erreichen – und die möchte ich in der ganzen Stadt finden“, unterstrich er.

Tegel kann bleiben – wenn die Regierung will

In der Diskussion um den Erhalt des Flughafens Tegel beziehen die Freien Demokraten klar Stellung: Berlin braucht Tegel. „Wir sind die einzige Partei, die den Realitäten in der Stadt ins Auge schaut und sie zur Kenntnis genommen hat und daraus auch die richtigen Schlüsse zieht“, erläuterte Czaja. Das prognostizierte Passagieraufkommen bis 2030 zeige, dass BER bereits bei der Eröffnung zu klein sein werde. Er verdeutlichte: „Es muss jetzt nur noch politisch gewollt werden. Dafür treten wir auch an, damit am 18. September ein klares Signal gesetzt wird durch die Berliner. Sie haben dann die FDP stark ins Parlament gewählt, weil es richtig ist, diese Debatte zu führen und den Flughafen Tegel offen zu halten.“

Quelle: FDP.de       6.September 2016      https://www.fdp.de/verkehrspolitik-und-infrastruktur_berlin-muss-funktionieren